Manuelle Faltung in Vim

Nun - Was ist damit gemeint? Kurz gesagt, handelt es sich um das Ausblenden von "Text-Passagen" zu Gunsten der Übersichtlichkeit. Vor allem, wenn man große Latex-Dokumente bzw. "normale" Texte verfasst, ist das Ausblenden irrelevanter Teile eine große Hilfe. Aber auch in der Programmierung ist Faltung durchaus sinnvoll!

Wird ein Skript oder eine Klasse mal etwas größer, so hat man doch recht gut zu tun in hunderten von Zeilen noch die Übersicht zu behalten. Ich nutze die Faltung, um die Codeblöcke auszublenden; die Kurzbeschreibung steckt ja bereits in der Funktionsbeschreibung, so dass hier nun wirklich nur noch das angezeigt wird, was benötigt wird.

Nun - wie geht das? - Hier gibt's die Antwort!

Das Vim-Folding-Kommando ist "z". Mit "z" allein lässt sich natürlich nicht sehr viel anfangen; erst in Kombination "entfaltet" es sein Potential. ;-)

Ganz schön viel, nicht wahr?! Zum Glück werden nur wenige der Faltungsbefehle wirklich im täglichen Umgang benötigt.

Wichtig ist folgendes

Im virtuellen Modus kann ein Bereich markiert werden und dann mit "zf" falten. Das Ergebnis sieht in etwa wie folgt aus.

67 +-- 38 Zeilen: sub alias -----------------------------------------------------

Geht man mit dem Cursor auf diese Zeile (welche die Faltung von 38 Zeilen anzeigt) und drückt "zo", so blättert sich diese auf. - "zO", wenn es auch verschachtelte Faltung betreffen soll.

Möchte man die Faltung speichern, so muss entweder in der "~/.vimrc" die Option gesetzt sein, oder mit :mkview die aktuelle Ansicht abgespeichert werden.

Die geöffnete Faltung kann man mit "zc" wieder schließen. Zum schließen einer entfernen der Faltung verwendet man "zd".

Sonst ist "zR" (alle Falten öffnen) und "zM" (alle Faltungen schließen) noch ganz schön, aber nicht notwendig. - Just nice to know. :-)