Windows Netzwerkfreigaben in Linux einbinden

Natürlich kann man unter Linux auch Windows Netzwerkfreigaben einbinden. Grundsätzlich folgt man auch hier der Philosophie "mount". Um das Samba-, bzw. das CIFS-Protokoll, nutzen zu können, muss Samba als Ganzes oder nur die "cifs-utils" installiert werden, wenn man etwas sparsamer vorgehen will. yum install cifs-utils

Nun kann eine Freigabe in ein vorhandenes Verzeichnis (in diesem Falle "/linux/mnt") eingehängt werden. mount -t cifs //windows/freigabe /linux/mnt Der Dateisystemtyp ist "cifs" und die Nutzerangaben müssen per Hand eingegeben werden. Letzeres lässt sich jedoch vereinfachen. mount -t cifs //windows/freigabe /linux/mnt -o username=NUTZER,domain=ARBEITSGRUPPE,password=KENNWORT Domain bzw. Workgroup ist Optional. Natürlich ist es nicht sonderlich schön, immer das Kennwort im Klartext oder am Anschluss an die Eingabe einzutippen. Es ist möglich eine externe Datei anzulegen, die alle Anmeldeinformationen enthält. vi /root/.smbcredentials

username=NUTZER domain=ARBEITSGRUPPE password=KENNWORT

chmod 600 /root/.smbcredentials Nun ist der Befehl etwas übersichtlicher. mount -t cifs //windows/freigabe /linux/mnt -o credentials=/root/.smbcredentials

Der Nutzer "root" hängt die Freigabe ein und somit "gehört" einzig "root" diese Erweiterung des Dateisystems. Will man mit einem "normalen" Nutzer darauf arbeiten, kann das stören. Ein "Verbiegen" (also Mapping) der Nutzerrechte ist leicht gemacht. mount -t cifs //windows/freigabe /linux/mnt -o credentials=/root/.smbcredentials,uid=1000,gid=1000,file_mode=0640,dir_mode=0755 Hier werden auch gleich die Berechtigung für die Dateien und Verzeichnisse mitgegeben, die mittels Linux-Nutzer erstellt werden.

Auf Grund der verschiedenen Zeichensätze zwischen Windows und Linux ist es oftmals anzuraten, den entsprechenden Ziel-Zeichensatz mit anzugeben. - Das erstarrt viele vermeidbare Probleme. mount -t cifs //windows/freigabe /linux/mnt -o credentials=/root/.smbcredentials,uid=1000,gid=1000,file_mode=0640,dir_mode=0755,iocharset=utf8

Soweit so gut. Will man nun diese Konfiguration gleich beim Systemstart aktivieren, sprich in die "fstab" übernehmen, gestaltet sich der Eintrag wie folgt: vi /etc/fstab

//windows/freigabe /linux/mnt cifs credentials=/root/.smbcredentials,uid=1000,gid=1000,file_mode=0640,dir_mode=0755 0 0