Lighttpd auf CentOS 7 installieren

Lighttp ist ein kleiner Webserver, der einfach nur gut und sicher funktioniert; es wird sich nur auf's Wesentliche beschränkt.

Installation

Lighttp gehört nicht in das mitgelieferte Base-YUM-Repository. Daher muss (oder sollte) das EPEL-Repository hinzugefügt werden, in welchem Lighttp enthalten ist. yum install epel-release

Nun kann nach gewohntem Schema die Software installiert werden. yum install lighttpd

Start des Webservers

Dank Systemd ist es sehr einfach und ohne große Worte beschrieben. systemctl enable lighttpd systemctl start lighttpd

Firewall

Der bzw. die Netzwerkports, auf dem der Webserver hört, müssen an der Firewall freigegeben werden. Der "normale" Weg sieht so aus: firewall-cmd --permanent --add-port=http firewall-cmd --permanent --add-port=https oder firewall-cmd --permanent --zone=public --add-port="80/tcp" firewall-cmd --permanent --zone=public --add-port="443/tcp"

Jedenfalls muss nach vollbrachter Konfiguration, die Firewall einmal die Konfiguration neu übernehmen. firewall-cmd --reload oder systemctl reload firewalld

Lächelt jedoch folgende rot unterlegte Fehlermeldung auf dem Bildschirm, so muss der alte, konventionelle Weg gegangen werden.

Error: Action org.fedoraproject.FirewallD1.all is not registered

Zur Lösung des Problems schweigt sich das Internet mit hilfreichen Hinweisen aus. Daher, und weil die Lösung naheliegend ist, hier die Schnellösung: iptables -I INPUT -p tcp --dport http -j ACCEPT iptables -I INPUT -p tcp --dport https -j ACCEPT

Alternativ, wenn diese Lösung nicht das Herz erfreuen sollte, dann gibt es auch noch das firewall-offline-cmd-Kommando, mit dem man Änderungen vornehmen kann, wenn die Firewall deaktiviert wurde; nicht vergessen sie wieder zu aktivieren!

Test

Im Verzeichnis /var/www/lighttpd finden sich die Webseiten des Servers. Âufrufen lassen sich diese nun wie gewohnt über den Browser, indem man die Adresse des Webservers in der Adresszeile eingibt. Alternativ funktioniert natürlich auch: curl -i http://localhost